Naturschutz geht durch den Magen

Eine neue Broschüre mit Rezeptideen soll unseren Kundinnen und Kuinden appetitliche Anregungen geben, wie sie die unterschiedlichen Teile unserer Heidschnucken-Lämmer in der Küche verwenden können.

Feuen Sie sich schon jetzt auf ein leckeres Essen, denn bereits bei den Rezepten wird Ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen .

Unsere Heidschnucken-Lämmer verlassen nach zwei bis drei Wochen im März / April den Stall und verbringen ihr Leben in der großen Herde in der Senne. Sie werden jeden Tag acht bis neun Stunden gehütet. Unsere Schäferin oder unser Schäfer führen sie mit ihren Hütehunden auf die Heide. Die Heidschnucken ernähren sich von Heidekraut, Gräsern, Kräutern und auch von Kiefern
und Birken. Nach einem halben bis gut einem Jahr haben sie fast die Größe der Muttertiere erreicht.

Durch die extrem lange Säugezeit von Februar bis November / Dezember
hat die Heidschnucke das zarteste Fleisch aller Schafrassen. Es ist aufgrund
der geringen Muskelfaserdichte sehr saftig und durch die ständige Bewegung
bei artgerechter Hütehaltung vergleichsweise dunkel. Durch die kräuterreiche
Ernährung in der Senne erhält das Fleisch der Heidschnucken seinen mild
aromatischen Geschmack. Wegen seines hohen Anteils an ungesättigten
Fettsäuren und eines niedrigen Fettschmelzpunkts schmeckt Lammfleisch
auch kalt als Bratenaufschnitt sehr gut. Besonders köstlich wird das Fleisch,
wenn es mariniert wird. Sehr gut für die Zubereitung ist eine kurze Bratzeit
und am besten eine lange Sanftgarzeit.

Seit über 20 Jahren beweiden die Heidschnucken der Biologischen Station Heideflächen und Magerrasen auf dem Truppenübungsplatz Senne und in angrenzenden Naturschutzgebieten. Die Schäfer und ihre Schafe erhalten dadurch nicht nur die wertvollste Naturfläche in NRW, sie erzeugen auch ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel.

Die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 2,-- Euro in der Biologischen Station erhältlich (bitte einfach eine Mail schreiben) und gibt es zum Download

hier.

Naturerlebnis am Sintfeld-Höhenweg