Borchener Rotmilan wurde vorsätzlich
vergiftet!

Der Verdacht einer illegalen Greifvogelvergiftung bei Borchen hat sich bestätigt. Wie das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Münster auf telefonische Anfrage mitteilt, fand sich in dem toten Rotmilan und in dem angefressenen Hühnerei, neben dem der Vogel gefunden wurde, eine erhebliche Menge des Insektizids Mevinphos (jeweils mehr als 1 g). Das Insektizid Mevinphos hat seit 2002 in der EU keine Zulassung mehr. 

Es handelt sich um ein hochtoxisches Nervengift auch für Menschen, das mit schlimmen Folgen über die Haut aufgenommen werden kann.   Das Auslegen der Gifteier kann auch vor diesem Hintergrund nur als ernste Straftat gewertet werden. In den Jahren 2005-2009 war Mevinphos nach Carbofuran und Aldicarb das am dritthäufigsten verwendete Gift um Greifvögel in NRW umzubringen. Seit 2008 sind Besitz, Anwendung und Verkauf dieser Substanz in Deutschland verboten. (HIRSCHFELD 2010).

 

Quellen:

HIRSCHFELD, A. (2010): Illegale Greifvogelverfolgung in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2005 bis 2009. Charadrius 46: 89-101.

 

 

Vergifteter Rotmilan (Milvus milvus) / © U. Eichelmann
Vergifteter Rotmilan (Milvus milvus) / © U. Eichelmann
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