Ungewöhnlich viele Große Füchse in 2019!

Dieses Frühjahr lohnt es sich alle Füchse (Tagfalter) mal genau anzuschauen, denn oftmals ist es nicht der bei uns häufige Kleine Fuchs (Nymphalis urticae), der da vorbeifliegt, sondern der eigentlich recht seltene Große Fuchs (Nymphalis polychloros)

Der für das Jahr 2018 trefflicherweise zum Schmetterling des Jahres gekürte Große Fuchs hat offensichtlich von der Wärme und Trockenheit stark profitiert und ist im Sommer 2018 vermutlich auch in größerer Zahl nach OWL eingeflogen. Die überwinterten Tiere aus dem Vorjahr können nun bereits im zeitigen Frühjahr beobachtet werden.

In Deutschland wird der Große Fuchs auf der Vorwarnliste der bedrohten Tiere geführt, in Nordrhein-Westfalen ist er sogar als vom Aussterben bedroht eingestuft. Der Rückgang seiner Lebensräume (warme, naturnahe Waldränder, Streuobstwiesen, naturnahe Parks und Gärten) haben dem früher deutlich häufigeren Großen Fuchs einen starken Bestandsrückgang beschert.

Der Große Fuchs zählt mit 50 bis 55 Millimetern Flügelspannweite zu den großen Schmetterlingen. Er ähnelt dem Kleinen Fuchs, kann aber aufgrund seiner Zeichnung bei genauerer Betrachtung gut unterschieden werden. Seine Raupen leben von April/Mai bis in den Sommer gesellig an Obstbäumen, Pappeln oder Salweiden und verpuppen sich als Stürzpuppen an ihren Futterplanzen. Aus den Pippen schlüpfen im Sommer die neuen Falter, die wieder in die Überwinterung gehen. Am besten lassen sich die attraktiven Falter im Frühjahr beim Blütenbesuch an blühenden Weidenbüschen beobachten. Sie setzen sich auch sehr gerne auf den erwärmten Boden oder an Baumstämme.

Beobachtungen des Großen Fuchs aus derm Kreis Paderborn und der Senne werden bei der Biologischen Station gesammelt. Also bitte mitteilen!

 

 

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